#BrandenburgBEEF – Die (kleine) Bildungskampagne für bewussten Fleischkonsum

Worum geht es?

Fleisch gehört für viele Menschen in Brandenburg selbstverständlich zum Speiseplan und ist Teil regionaler Esskultur und Tradition. Gleichzeitig wird der Zusammenhang zwischen Fleischkonsum, Klimawandel, Ressourcenverbrauch und globaler Ernährungssicherheit zunehmend diskutiert.

Mit #BrandenburgBEEF möchten wir Menschen dabei unterstützen, sich fundiert mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Ziel des Projekts ist es, Wissen zu vermitteln, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und zu einem informierten und respektvollen Dialog über bewussten Fleischkonsum einzuladen.

Dabei geht es nicht um Verbote oder Verzicht, sondern um die Frage, welche Auswirkungen unsere Konsumentscheidungen haben und wie nachhaltige Alternativen aussehen können.

Was machen wir?

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung digitaler Infomappen zu den Themen Fleisch und Wasser, Fleisch und Fläche sowie Fleisch und CO₂. Die Inhalte bündeln wissenschaftliche Informationen, Quellen, Medien und weiterführende Materialien und bereiten diese verständlich, anschaulich und lebensnah auf.

Ergänzend entwickeln wir ein digitales Projekt-Widget, über das die Inhalte einfach aufgerufen und in verschiedene Webseiten eingebunden werden können. Über Social Media und regionale Online-Plattformen werden die Informationen verbreitet und für eine breite Zielgruppe zugänglich gemacht.

Besonderen Wert legen wir dabei auf regionale Bezüge zu Brandenburg, alltagsnahe Beispiele und eine verständliche Vermittlung komplexer Zusammenhänge. Gleichzeitig möchten wir unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema sichtbar machen und zu einem sachlichen Austausch beitragen.

Warum ist das wichtig?

Der weltweite Fleischkonsum hat erhebliche Auswirkungen auf Klima, Umwelt und natürliche Ressourcen. Die Fleischproduktion trägt durch hohe Methan- und Lachgasemissionen wesentlich zum Klimawandel bei. Gleichzeitig werden große Mengen Wasser sowie landwirtschaftliche Flächen für den Anbau von Futtermitteln und die Tierhaltung benötigt. Für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch werden beispielsweise durchschnittlich mehr als 15.000 Liter Wasser benötigt, für ein Kilogramm Schweinefleisch rund 6.000 Liter. Auch die Rodung von Wäldern für Weide- und Anbauflächen sowie die Belastung von Ökosystemen zählen zu den Folgen der intensiven Fleischproduktion.

Gleichzeitig spielt Fleisch in Deutschland und insbesondere in Brandenburg weiterhin eine wichtige Rolle in der Ernährung. Laut den im Projekt verwendeten Daten lag der durchschnittliche Fleischverbrauch im Jahr 2019 bundesweit bei 57,1 Kilogramm pro Person, in Brandenburg sogar bei 57,5 Kilogramm. Obwohl der Konsum in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist, liegt er im internationalen Vergleich weiterhin auf einem hohen Niveau.

Die Debatte über Fleischkonsum wird dabei häufig kontrovers geführt. Zwischen Klimaschutz, Landwirtschaft, Wirtschaft, Tradition und individuellen Lebensstilen treffen unterschiedliche Perspektiven aufeinander. Umso wichtiger sind verständliche Informationen, die Zusammenhänge nachvollziehbar erklären, Orientierung bieten und einen konstruktiven Austausch ermöglichen. Genau hier setzt #BrandenburgBEEF an.

Was wollen wir erreichen?

Mit #BrandenburgBEEF möchten wir:

  • Wissen über die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Fleischkonsums vermitteln,
  • komplexe Zusammenhänge verständlich und lebensnah aufbereiten,
  • Menschen zu bewussten Konsumentscheidungen befähigen,
  • Desinformation entgegenwirken,
  • unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen,
  • sowie einen respektvollen und faktenbasierten Dialog fördern.

Denn wir sind überzeugt: Gute Entscheidungen entstehen dort, wo Menschen Zugang zu verständlichen Informationen haben und unterschiedliche Sichtweisen miteinander ins Gespräch kommen.

Projektort

Land Brandenburg

Projektlaufzeit

15.01.2024 bis 31.08.2024