Hitzehelfer Brandenburg – Gemeinsam gegen die Hitze

Worum geht es?

Die Folgen des Klimawandels sind längst auch im Alltag vieler Menschen spürbar. Heiße Sommer, längere Hitzeperioden und zunehmende Wetterextreme stellen Städte und Gemeinden vor neue Herausforderungen. Besonders betroffen sind ältere Menschen, kleine Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen.

Mit dem Projekt „Hitzehelfer Brandenburg“ möchten wir Menschen dabei unterstützen, sich besser vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze zu schützen. Dabei setzen wir auf Hilfe zur Selbsthilfe, Gesundheitskompetenz und starke Gemeinschaften. Denn dort, wo Menschen informiert sind, Verantwortung übernehmen und füreinander da sind, können Risiken frühzeitig erkannt und gesundheitliche Folgen reduziert werden.

Was machen wir?

Im Mittelpunkt des Projekts steht der Aufbau eines stadtweiten, wohnquartierbezogenen Netzwerks aus Hitzehelfer*innen. Gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Einrichtungen und weiteren lokalen Akteur*innen schaffen wir Strukturen, die Menschen in Hitzeperioden unterstützen und zugleich den sozialen Zusammenhalt stärken.

Wir entwickeln leicht verständliche Informationsangebote, vermitteln Wissen zum Umgang mit extremer Hitze und qualifizieren Menschen als Hitzehelfer*innen. Als Multiplikator*innen informieren, sensibilisieren und unterstützen sie dort, wo Hilfe gebraucht wird – in der Nachbarschaft, in Gemeinschaftseinrichtungen oder im persönlichen Umfeld.

So stärken die Hitzehelfer*innen die Gesundheits-, Hilfe- und Selbsthilfekompetenz von älteren Menschen, Kindern und ihren Familien und tragen dazu bei, hitzebedingte Gesundheitsrisiken zu reduzieren.

Warum ist das wichtig?

Die gesundheitlichen Folgen extremer Hitze werden zunehmend sichtbar. Die Hitzewelle des Jahres 2022 machte dies eindrücklich deutlich: Laut einer in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlichten Studie starben europaweit rund 61.700 Menschen infolge extremer Hitze.

Auch in Brandenburg an der Havel ist der Handlungsbedarf groß. Laut Bevölkerungsbericht 2022 sind bereits nahezu ein Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner älter als 65 Jahre. Gleichzeitig lebt mehr als die Hälfte aller Haushalte als Ein-Personen-Haushalt. Damit wächst die Zahl der Menschen, die während längerer Hitzeperioden besonders gefährdet sind und nur über begrenzte Unterstützung im Alltag verfügen.

Auch Kinder zählen zu den besonders schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen. Gerade in den ersten Lebensjahren sind sie auf Unterstützung und Orientierung durch ihr Umfeld angewiesen. Gleichzeitig bietet diese Lebensphase die Chance, Gesundheitsbewusstsein, Achtsamkeit und Selbsthilfekompetenz früh zu stärken.

Was wollen wir erreichen?

Mit „Hitzehelfer Brandenburg“ möchten wir:

  • Menschen für die gesundheitlichen Folgen extremer Hitze sensibilisieren,
  • Gesundheits-, Hilfe- und Selbsthilfekompetenzen stärken,
  • ältere Menschen, Kinder und Familien befähigen, besser mit Hitze umzugehen,
  • nachbarschaftliche Unterstützung fördern,
  • Hitzehelfer*innen qualifizieren und vernetzen,
  • soziale Isolation verringern,
  • sowie die Widerstandsfähigkeit von Quartieren und Gemeinschaften stärken.

Denn wir sind überzeugt: Die Herausforderungen unserer Zeit lassen sich am besten gemeinsam bewältigen – durch Wissen, Solidarität und starke Gemeinschaften vor Ort.

Kooperation:

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Gesundheitsamt der Stadt Brandenburg an der Havel umgesetzt.

Ansprechpartnerinnen im Gesundheitsamt:

Tatjana Wegert, Amtsärztin
Telefon: 03381/585300
E-Mail: tatjana.wegert@stadt-brandenburg.de

Catrin Krüger, Psychiatriekoordination / Gesundheitsförderung
Telefon: 03381/585340
E-Mail: catrin.krueger@stadt-brandenburg.de

Projektbeirat:

Ines Kaemmerer, Volkssolidarität, Landesverband Brandenburg e. V.
Jessica Schulz, Stadt Brandenburg an der Havel/Amt für Stadtentwicklung und Denkmalschutz
Katja Fischper, Wohnungsbaugenossenschaft Brandenburg e. G.
Matthias Osterburg, Bürgerstiftung Brandenburg und Wohnungsbaugenossenschaft Brandenburg eG
Natalie Wateau, Stadt Brandenburg an der Havel /Amt für Jugend und Soziales
Tino Haberecht, Quartiersmanagement Hohenstücken und Bürgerhaus Hohenstücken (BAS Brandenburg an der Havel Arbeitsförderungs- und Strukturentwicklungsgesellschaft mbH)

Projektort

Stadt Brandenburg an der Havel

Projektlaufzeit:

01.08.2025 – 31.07.2028