Hitzeschutz in der ambulanten Pflege Neukölln
Worum geht es?
Extreme Hitze stellt insbesondere ältere und pflegebedürftige Menschen vor große gesundheitliche Herausforderungen. Gleichzeitig sind Mitarbeitende ambulanter Pflegedienste häufig diejenigen, die besonders gefährdete Menschen regelmäßig begleiten, gesundheitliche Veränderungen frühzeitig wahrnehmen und bei Schutzmaßnahmen unterstützen können.
Mit dem Projekt „Hitzeschutz in der ambulanten Pflege Neukölln“ stärken wir die Kompetenzen von Pflegekräften und Pflegeleitungen im Umgang mit den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze. Durch praxisnahe Schulungen vermitteln wir Wissen, Handlungssicherheit und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten – sowohl für den Schutz der betreuten Menschen als auch für die Gesundheit der Beschäftigten selbst.
Was machen wir?
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung und Umsetzung eines Schulungspakets nach dem Prinzip „Train-the-Trainer“ für ambulante Pflegeeinrichtungen in Berlin Neukölln. Zielgruppe sind insbesondere Pflegeleitungen und Pflegekräfte.
Die Schulungen vermitteln Wissen zu hitzebedingten Gesundheitsrisiken, Präventionsmaßnahmen und Handlungsmöglichkeiten im Pflegealltag. Themen sind unter anderem praktische Maßnahmen zum Schutz älterer und pflegebedürftiger Menschen, Hilfsmittel für den Alltag, Strategien zur Selbstfürsorge sowie Möglichkeiten zur Gestaltung eines hitzeschützenden Arbeitsumfeldes.
Ergänzend entwickeln wir Schulungs- und Begleitmaterialien, die den Einrichtungen dabei helfen, das erworbene Wissen nachhaltig in ihre Arbeitsabläufe zu integrieren und an Mitarbeitende weiterzugeben.
Warum ist das wichtig?
Extreme Hitze stellt das Gesundheits- und Pflegesystem vor wachsende Herausforderungen. Besonders ältere, chronisch erkrankte und pflegebedürftige Menschen benötigen während Hitzeperioden besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung. Gleichzeitig steigt der Handlungsdruck auf Pflegeeinrichtungen und Pflegekräfte, die gesundheitliche Risiken frühzeitig erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen umsetzen müssen.
Ambulante Pflegekräfte nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Sie stehen in engem Kontakt mit besonders gefährdeten Menschen und können dazu beitragen, hitzebedingte Gesundheitsrisiken zu reduzieren. Dafür benötigen sie aktuelles Wissen, praktische Handlungssicherheit und geeignete Instrumente für ihren Arbeitsalltag.
Gleichzeitig stellt extreme Hitze auch für die Beschäftigten selbst eine Belastung dar. Umso wichtiger ist es, Pflegekräfte dabei zu unterstützen, gesund zu bleiben und auch unter herausfordernden Bedingungen handlungsfähig zu sein. Genau hier setzt das Projekt an: Es stärkt die Gesundheitskompetenz der Fachkräfte, verbessert die Versorgung während Hitzeperioden und unterstützt einen gesundheitsförderlichen Umgang mit den Folgen extremer Hitze.
Was wollen wir erreichen?
Mit dem Projekt möchten wir:
- Fachkräfte für die gesundheitlichen Folgen extremer Hitze sensibilisieren,
- Wissen zu Hitzeschutz und Prävention in der ambulanten Pflege stärken,
- die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen während Hitzeperioden verbessern,
- Gesundheits- und Selbsthilfekompetenzen von Patient*innen stärken,
- Gesundheits- und Selbstfürsorgekompetenzen von Pflegekräften fördern,
- hitzebedingte Notfälle und Gesundheitsschäden reduzieren,
- sowie Handlungssicherheit im Pflegealltag erhöhen.
Denn wir sind überzeugt: Gute Prävention beginnt dort, wo Menschen über das notwendige Wissen verfügen, Verantwortung übernehmen und andere wirksam unterstützen können.
Projektort
Neukölln, Berlin
Projektlaufzeit
01.03.2025 – 31.07.2025