Hitzeschutz und Hitzehilfe: Train-the-Trainer-Schulungen für Pflegekräfte und Lotsen/Lotsinnen in Tempelhof-Schöneberg

Worum geht es?

Extreme Hitze stellt insbesondere ältere und pflegebedürftige Menschen vor große gesundheitliche Herausforderungen. Gleichzeitig sind Mitarbeitende der ambulanten Pflege häufig die ersten Ansprechpartner*innen, wenn es darum geht, Risiken frühzeitig zu erkennen, Schutzmaßnahmen umzusetzen und Menschen sicher durch Hitzeperioden zu begleiten.

Mit dem Projekt „Hitzeschutz in der ambulanten Pflege Tempelhof-Schöneberg“ stärken wir die Kompetenzen von Pflegekräften, Lots*innen und weiteren Fachkräften, die regelmäßig mit älteren Menschen arbeiten. Durch praxisnahe Schulungen vermitteln wir Wissen, Handlungssicherheit und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten für den Umgang mit extremer Hitze – zum Schutz der betreuten Menschen und der Beschäftigten selbst.

Was machen wir?

Im Mittelpunkt des Projekts steht ein Schulungspaket nach dem Prinzip „Train-the-Trainer“. Geschult werden Mitarbeitende ambulanter Pflegeeinrichtungen, Mitglieder des geriatrisch-gerontopsychiatrischen Verbunds sowie Lots*innen der präventiven Berliner Hausbesuche in Tempelhof-Schöneberg.

Die Schulungen vermitteln Wissen zu hitzebedingten Gesundheitsrisiken, Präventionsmaßnahmen und Handlungsmöglichkeiten im Pflegealltag. Themen sind unter anderem der Schutz älterer und pflegebedürftiger Menschen, Informationen zu besonders gefährdeten Personengruppen, praktische Maßnahmen zur Prävention hitzebedingter Gesundheitsschäden sowie Strategien zur Selbstfürsorge und zum Gesundheitsschutz von Pflegekräften während Hitzeperioden.

Ergänzend entwickeln wir Schulungs- und Begleitmaterialien, die den Teilnehmenden dabei helfen, das erworbene Wissen in ihren Einrichtungen und im Arbeitsalltag weiterzugeben.

Warum ist das wichtig?

Hitze gehört zu den größten gesundheitlichen Risiken unserer Zeit. Besonders ältere Menschen, chronisch Erkrankte und pflegebedürftige Personen reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen. Wie gravierend die Folgen sein können, zeigte die Hitzewelle des Jahres 2022: Laut einer in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlichten Studie starben europaweit rund 61.700 Menschen infolge extremer Hitze.

Für viele ältere und pflegebedürftige Menschen können Hitzeperioden schnell zu gesundheitlichen Problemen führen. Gleichzeitig verbringen ambulante Pflegekräfte, Lots*innen und weitere Fachkräfte viel Zeit mit Menschen, die besonders gefährdet sind. Sie können Risiken frühzeitig erkennen, Schutzmaßnahmen vermitteln und Unterstützung organisieren.

Damit sie diese wichtige Aufgabe wirksam wahrnehmen können, benötigen sie aktuelles Wissen, praktische Handlungssicherheit und geeignete Instrumente für den Alltag. Genau hier setzt das Projekt an: Es stärkt die Gesundheitskompetenz der Fachkräfte und trägt dazu bei, ältere und pflegebedürftige Menschen besser vor hitzebedingten Gesundheitsschäden zu schützen.

Was wollen wir erreichen?

Mit dem Projekt möchten wir:

  • Fachkräfte für die gesundheitlichen Folgen extremer Hitze sensibilisieren,
  • Wissen zu Hitzeschutz und Prävention in der ambulanten Pflege stärken,
  • die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen während Hitzeperioden verbessern,
  • Gesundheits- und Selbstfürsorgekompetenzen von Pflegekräften fördern,
  • Handlungssicherheit im Umgang mit hitzebedingten Risiken erhöhen,
  • sowie Wissen und Erfahrungen nachhaltig in Einrichtungen und Netzwerken verankern.

Denn wir sind überzeugt: Gute Prävention beginnt dort, wo Menschen über das notwendige Wissen verfügen, Verantwortung übernehmen und andere wirksam unterstützen können.

Projektort

Tempelhof-Schöneberg, Berlin

Projektlaufzeit

01.06.2025 – 31.12.2025